Tour de France 2013

Das Radsportereignis 2013 mit der 100. Auflage der Tour de France wollten sich vier Seevelo‘s nicht entgehen lassen. Mit dem Wohnmobil ging es für Glenn, Klaus, Kay und Rudi 1300 km bis nach Bourg de Oisans am Fuß zum Aufstieg nach Alpe de Huez. Die Bedenken, dass man keine Stellmöglichkeiten für das Wohnmobil bekommen würde, waren unbegründet. Der Franzose reagiert auf solche Massenereignisse mit entsprechenden Maßnahmen. So wurden kurzerhand Brachfläche wohnmobilgerecht gerodet. Da wir am ersten Tag selbst mit dem RR hoch nach Alpe de Huez fahren wollten, wurde schnell das Camp aufgeschlagen und gegen Mittag starteten wir unsere 1. Tour. Rudi war vor 5 Jahren schon einmal hier, die Erinnerung zu den 11 km hoch, - ja anspruchsvoll aber für jeden RR Fahrer zu schaffen. Die Realität war dann doch, sehr anspruchsvoll und nur unter extremen Anstrengungen zu schaffen. Schon der Weg zur 1.Kehre 21, man zählt die Kehren von oben nach unten, war mit 10% Steigung extrem. Wer glaubte, es wurde dann etwas flacher, wurde bitter enttäuscht. Die ersten 3-4 Kilometer pendelten sich bei 10-12% Steigung ein. Im Mittelteil des Anstiegs wurde es dann laut, wir erreichten die Holländische Kolonie, unsere Nachbarn verstehen es zu feiern, Party total. Schnell wurde dieser flache Teil passiert um dann alsbald wieder in Richtung 10% zu fahren. Nach 12 km haben wir alle das Ziel Alpe de Huez erreicht, oben begrüße uns die Radsportikone „Didi Senft“.

Am 2.Tag haben wir uns die Bergetappe der Tour angesehen. Geschätzte 150000 Besucher erobern die Strecke mit Klappstühlen und Proviant. Man kann schwer die Eindrücke beschreiben, die so eine Bergetappe mit sich bringt. Schaut Euch die Bilder und das Video an, sie vermitteln ein wenig disen Wahnsinn. Hervorheben möchte ich die Leistung von Jens Voigt. Mit über 40 Jahren fährt er die Tour seines Lebens. Sowohl beim 1. Anstieg als auch beim 2. war er Vierter, und er ist nun wirklich kein Bergfahrer sondern eher ein Allrounder.

Am 3. Tag wollten wir dann wieder einmal selbst einige Höhenmeter fahren. Die Auswahl der Pässe ist in dieser Region ist unendlich, wir entschieden uns für den Colle de Gladon. Die Beschreibung ließ einen mittelschweren Anstieg (5,5% im Durchschnitt) erwarten. Was uns erwartete, war der härteste Ritt den wir je gefahren sind. Gleich hinter einem Stausee ging es steil bergauf, immer im Bereich von 8-10%. Hinter dem Ort La Vilette in 1200 Meter Höhe, ging es dann erst einmal wieder 150 Meter abwärts um dann mit bis zu 15% Steigung in Richtung Passhöhe zu fahren. Das Gleiche Szenario wiederholte sich dann noch einmal in 1800 Meter Höhe. Das Wetter war mittlerweile immer schlechter, Rudi stieg an dieser Stelle aus. Glenn, Klaus und Kay schafften den Anstieg, oben war es bitter kalt und es regnete. Nach einem kurzen Stopp ging es dann bei Dauerregen zurück zum Camp.

Der Abschluss unserer Reise sollte der Col du Galibier mit 2645 hm werden. Die gesamte Tour hatten wir mit 100 km berechnet, wobei der eigentliche Anstieg ca. 30 km war. Was soll ich schreiben zu einer RR Tour mit 30 km bergauf, immer so zwischen 3-7 %. Erholung mit Flachpassagen, - Fehlanzeige, aber das Wetter war ein Traum. Die Landschaft in dieser Region ist einfach atemberaubend, schaut Euch auch hier die Bilder an. Glenn und Rudi hatten an diesem Tag mit einem Magen-Darm Virus zu kämpfen, daher war auf dem Col de Lautaret in 2050 Höhe für Rudi der Anstieg zu Ende. Glenn, Kay und Klaus fuhren dann die verbleibenden 600 Meter hoch zur Passhöhe, die letzten Kilometer mit 10% Steigung. Die Abfahrt war dann der Lohn für die Anstrengung, 30 km abwärts mit leichtem Gegenwind machten richtig Spaß.

 

Ein Video von der Werbe-Kolonne findet ihr hier

Ein Video Anstieg Alpe de Huez Kehre 20 findet ihr hier

 

Resümee: Ein sehr schöner Trip in die Berge gemischt mit dem Wahnsinn einer Tour-Etappe.

Bilder und Video folgen in kürze

Endlich Velo Wetter ...

07.07.2013

Am 1.Julisonntag sollte es in großer Gruppe bei bestem Wetter (unglaubliche 26 Grad) losgehen. Schon am Morgen summte der WhatsApp Apparat. Glenn und Klaus waren kurzfristig doch nach Stade zur RTF (-2) , Kersten begleitete Kay nach Heiligenhafen zum Wettkampf(-2) , Svenelo musste arbeiten(-1) und dann musste auch noch der Teamchef Rudi mit leichtem Kratzen im Hals passen(-1). In Summe 7 Seevelo's weniger, da Matze es sich an der Ostsee gutgehen ließ . Also machte sich eine Rumpftruppe von 5 gemäß Stefans Vorschlag auf den Weg Richtung Amelinghausen, Gregor schlug dann im Verlauf des Weges die gut zu befahrende Strecke zum Snowdome in Bispingen vor . Die Strassen waren leer und das Wetter war nach so vielen schlechten Tagen der Burner! In Bispingen stoppte der Zug um ein Kaltgetränk zu tanken. Schnell noch ein Haus auf den Kopf gestellt und dann mit dem inzwischen leicht gedrehtem Wind im Gesicht Richtung Heimat. Auf der gesamten Strecke kein Hupen! zu hören.

Eine schöne Ründe von dann doch 106 km mit 30 er Schnitt und 600hm bei der alle gut harmoniert haben.

 

Bericht: Gregor W.